Verband der Zeitschriftenverlage in Nordrhein-Westfalen e.V.

Beschluss zur Urheberrechtsreform

Beschluss zur Urheberrechtsreform

Am 13. Februar 2019 haben sich das Europäische Parlament, die Kommission und der Rat der Mitgliedstaaten darauf geeinigt, eine Reform des Urheberrechts ins Leben zu rufen. Das Urheberrecht wurde zuletzt vor 20 Jahren reformiert - nun steht der finale Entwurf.

Ziel der Reform sind die größten Online-Techkonzerne wie Google, Facebook, Twitter & Co. Auf deren Plattformen werden Fotos, Texte, Bilder oder Musikstücke geteilt, die in der Regel urheberrechtlich geschützt sind. Zwar ist meistens alles legal und die Urheber werden über Lizenzverträge mit Verwertungsgesellschaften geschützt. Verletzen Nutzer der Plattformen allerdings das Urheberrecht, sollen nach dem neuen Entwurf nun auch die Plattformen selbst für eventuelle Schadensersatzansprüche haftbar sein. Sie sollen aktiv gegen Rechtsbrüche vorgehen bzw. sich um Lizenzen bemühen, von denen dann auch die Urhber profitieren. 

Die Mitgliedsstaaten und das Parlament müssen nun bis Mitte April final zustimmen - derzeit wird von einer Zustimmung ausgegangen, Änderungsanträge sind aber möglich. Stimmt das Parlament zu, beginnt eine Übergangsphase von bis zu zwei Jahren, bevor die Reform endgültig in Kraft tritt.

VZVNRW, 14.02.2019 

 

EU-Urheberschutz: Staatsministerin betont Bedeutung des Verlegerrechts

EU-Urheberschutz: Staatsministerin Grütters betont Bedeutung des Verlegerrechts

Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, hat bei einer Fachkonferenz der Initiative Urheberrecht zum Thema „Perspektiven des Urheberrechts im Informationszeitalter“ für einen besseren Urheberschutz auf EU-Ebene plädiert und die geplante Reform unterstützt. „‚Kultur für alle!‘ heißt noch lange nicht: ‚Kultur umsonst für alle!‘ – wenn ich an die im Netz weit verbreitete Gratismentalität denke“, erklärte Grütters. In den vergangenen Monaten habe die geplante EU-Urheberrechtsreform leider nicht nur sachliche Debatten, sondern auch viel Verunsicherung provoziert, teilte die Staatsministerin mit. Die weiteren Anmerkungen der Staatsministerin finden Sie hier.

VZVNRW, 28.11.2018

Ab sofort: Presseausweise 2019

Presseausweise 2019

Ab sofort können Sie bei uns Ihren Presseausweis für 2019 beantragen und erhalten. Einen Erst-Antrag, einen vereinfachten Antrag (falls bereits ein Presseausweis über den VZVNRW ausgestellt wurde) sowie einen Sammelantrag finden Sie hier.

VZVNRW, 09.10.2018

Thomas Coesfeld neuer CSO bei Mohn Media

Thomas Coesfeld neuer CSO bei Mohn Media

Der Enkel von Reinhard Mohn, Thomas Coesfeld, bisher Leiter der Produktlinie Zeitschriften bei Mohn Media, übernimmt  zum 1. November 2018 die Geschäftsführung für Strategie und Steuerung.

Das VZVNRW-Mitglied Mohn Media in Gütersloh ist Teil der Bertelsmann Printing Group, die mit 1,7 Milliarden Euro Umsatz der größte Druckereiverbund Europas ist.

VZVNRW, 15.10.2018

Verlegerverbände begrüßen Entscheidung des Finanzministerrates zur reduzierten Mehrwertsteuer für die digitale Presse

Verlegerverbände begrüßen Entscheidung des Finanzministerrates
zur reduzierten Mehrwertsteuer für die digitale Presse

Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) und
der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) begrüßen die heutige
politische Einigung des EU-Rates für Wirtschaft und Finanzen, mit der eine
Anwendung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes auf digitale Presseangebote
ermöglicht werden soll. Sobald der Entwurf in alle Amtssprachen übersetzt und
formal geprüft sein wird, kann der noch nötige formale Beschluss erfolgen und die
Richtlinienänderung in Kraft treten. Danach steht es den Mitgliedsstaaten frei, ihre
jeweiligen reduzierten Mehrwertsteuersätze, in Deutschland 7 Prozent, auch auf
digitale Zeitungen, Zeitschriften und Bücher zu erstrecken.
„Wir begrüßen, dass digitale Presse endlich nicht mehr schlechter gestellt wird als
gedruckte Zeitungen und Zeitschriften“, erklärte ein Sprecher der beiden Verbände,
„Nun ist die Bundesregierung aufgefordert, die überfällige Entscheidung der EU
umfassend und schnell im deutschen Mehrwertsteuerrecht umzusetzen.“
Die Neuregelung werde die vielfältigen digitalen Presseangebote unterstützen und
weitere Innovationen anregen, so der Sprecher.

VZVNRW, 02. Oktober 2018