Verband der Zeitschriftenverlage in Nordrhein-Westfalen e.V.

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  • Entscheidung des Europäischen Gerichts (EuG) im Fall „Google Shopping“ wird von VDZ und BDVZ begrüßt

    Die Entscheidung des Europäischen Gerichts (EuG) im Fall „Google Shopping“ wird vom Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) und dem Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) als „historisches Urteil“ begrüßt.

    Das EuG bestätigte nun die eine wegweisende Entscheidung der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2017, wonach der Suchmaschinenkonzern Google seine Marktmacht gegenüber konkurrierenden Preisvergleichsdiensten missbraucht. Es wurde eine Geldbuße in Höhe von 2,42 Mrd. Euro verhängt und Google wurde aufgefordert, das wettbewerbswidrige Verhalten zu unterlassen.

    „Damit wird erstmals auch gerichtlich auf europäischer Ebene anerkannt, dass Google seine Marktmacht im Internet missbraucht. Das Urteil ist ein Meilenstein für den freien Wettbewerb, die Innovationskraft Europas und den Schutz von digitalen Inhalteanbietern“, so VDZ und BDVZ.

    „Mit dem Grundsatzurteil ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Fairness im Internet getan, der weit über den konkreten Fall hinaus wirken wird“, heißt es dazu weiter von den Verlegerorganisationen, doch gebe es noch viel zu tun. So müsse das Urteil gleichzeitig als Weckruf verstanden werden, die Durchsetzungsfähigkeit des für 2022 von der EU geplanten Digital Markets Act (DMA) zu sichern, der genau solche Selbstbegünstigungen und Diskriminierungen sanktionieren soll. Bislang seien die Vorschläge hierzu unzureichend.

    Die Kommission hatte ihr Verfahren gegen Google im Jahr 2010 eingeleitet und reagierte damit insbesondere auch auf eine Beschwerde von VDZ und BDZV vom November 2009. Die Verlegerverbände haben seitdem das Verfahren kontinuierlich unterstützt und sich insbesondere gegen einen anfangs geplanten Vergleich mit Google gewandt.

    Google kann gegen das Urteil Rechtsmittel zum Europäischen Gerichtshof einlegen und eine finale Entscheidung um weitere Jahre verzögern. Vor diesem Hintergrund fordern VDZ und BDZV, diese Prozesse im DMA zu beschleunigen. „Der Schutz des freien Wettbewerbs darf keine Sisyphos-Aufgabe sein.“

    VZVNRW, 20.11.2021

Entscheidung des Europäischen Gerichts (EuG) im Fall „Google Shopping“ wird von VDZ und BDVZ begrüßt

Entscheidung des Europäischen Gerichts (EuG) im Fall „Google Shopping“ wird von VDZ und BDVZ begrüßt

Die Entscheidung des Europäischen Gerichts (EuG) im Fall „Google Shopping“ wird vom Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) und dem Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) als „historisches Urteil“ begrüßt.

Das EuG bestätigte nun die eine wegweisende Entscheidung der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2017, wonach der Suchmaschinenkonzern Google seine Marktmacht gegenüber konkurrierenden Preisvergleichsdiensten missbraucht. Es wurde eine Geldbuße in Höhe von 2,42 Mrd. Euro verhängt und Google wurde aufgefordert, das wettbewerbswidrige Verhalten zu unterlassen.

„Damit wird erstmals auch gerichtlich auf europäischer Ebene anerkannt, dass Google seine Marktmacht im Internet missbraucht. Das Urteil ist ein Meilenstein für den freien Wettbewerb, die Innovationskraft Europas und den Schutz von digitalen Inhalteanbietern“, so VDZ und BDVZ.

„Mit dem Grundsatzurteil ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Fairness im Internet getan, der weit über den konkreten Fall hinaus wirken wird“, heißt es dazu weiter von den Verlegerorganisationen, doch gebe es noch viel zu tun. So müsse das Urteil gleichzeitig als Weckruf verstanden werden, die Durchsetzungsfähigkeit des für 2022 von der EU geplanten Digital Markets Act (DMA) zu sichern, der genau solche Selbstbegünstigungen und Diskriminierungen sanktionieren soll. Bislang seien die Vorschläge hierzu unzureichend.

Die Kommission hatte ihr Verfahren gegen Google im Jahr 2010 eingeleitet und reagierte damit insbesondere auch auf eine Beschwerde von VDZ und BDZV vom November 2009. Die Verlegerverbände haben seitdem das Verfahren kontinuierlich unterstützt und sich insbesondere gegen einen anfangs geplanten Vergleich mit Google gewandt.

Google kann gegen das Urteil Rechtsmittel zum Europäischen Gerichtshof einlegen und eine finale Entscheidung um weitere Jahre verzögern. Vor diesem Hintergrund fordern VDZ und BDZV, diese Prozesse im DMA zu beschleunigen. „Der Schutz des freien Wettbewerbs darf keine Sisyphos-Aufgabe sein.“

VZVNRW, 20.11.2021

Corint Media - Neuer Verteilungsplan für Presseverleger ab 2022

Corint Media - Neuer Verteilungsplan für Presseverleger ab 2022

Die Gesellschafterversammlung der Corint Media hat über einen neuen Verteilungsplan für die Erlöse aus dem Presseleitungsschutzrecht für 2022 beschlossen.

Corint Media gehört zu den 13 in Deutschland zugelassenen Verwertungsgesellschaften und vertritt die Urheber- und Leistungsschutzrechte fast aller deutschen privaten Fernseh- und Radiosender sowie zahlreicher Presseverleger. Eine Vielzahl von Presseverlegern hat seit dem Inkrafttreten des neuen Presseleistungsschutzrechts, Corint Media mit der Wahrnehmung ihrer Rechte beauftragt.

Der neue Verteilungsschlüssel ergibt sich aus den pressespezifischen Leistungskriterien und beinhaltet künftig fünf Töpfe. Zwei der fünf Töpfe werden nach der Online-Reichweite des jeweiligen Angebots ausgeschüttet und zwei nach einer Systematik aus verkaufter Auflage und dem Einzelverkaufspreis einer Ausgabe. Allen berechtigten Presseverlegern der Corint Media, die einen Wahrnehmungsvertrag abschließen, werden zwei Prozent der erzielten Erlöse zu gleichen Teilen ausgezahlt.

Weitere Informationen zum Verteilungsplan finden Sie hier.

VZVNRW, 05.10.2021

Steigende Papierpreise und Lieferengpässe belasten Verlage

Steigende Papierpreise und Lieferengpässe belasten Verlage

Zu den großen Problemen der Druck- und Medienwirtschaft zählen seit geraumer Zeit die massiv steigenden Preise für Papier verbunden mit einer unklaren Situation bzgl. der Liefermengen und -termine. Engpässe auf den Papiermärkten sorgten bereits in vielen Druck- und Medienbetrieben für schwerwiegende Produktionsbehinderungen.

Als Ursachen für die Engpässe bei den Liefermengen werden die weltweite Nachfrage nach Zellstoff und Altpapier genannt sowie mangelnde Kapazitäten in der Logistik, welche noch durch die Corona Pandemie hervorgerufen wurden und deren Nachwirkungen noch nicht überwunden sind. „Die Läger des Großhandels sind teilweise noch lieferfähig, aber nicht imstande, die aktuellen Engpässe auszugleichen und schon gar nicht das Streckengeschäft zu ersetzen“, so Stephan Krauss, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes des Deutschen Papiergroßhandels e.V. .

Der sinkende Bedarf an grafischen Papieren in Deutschland und Europa hat zum Abbau von Produktionskapazitäten geführt, dadurch entwickelt sich der Preiskampf nun umso härter. Hierdurch besteht die Gefahr, dass eine verstärkte Abwanderung von Print zu den Online-Medien stattfindet. Leider ist nicht zur erwarten, dass sie die Lage in absehbarer Zeit verbessert. So bleibt nur der dringende Appell an alle Beteiligten die Zusammenarbeit zu verstärken und eine intensive Kommunikation aufrechtzuerhalten. „Die extreme Nachfrage aus dem Verpackungssektor – Stichwort E-Commerce – und die europaweiten Kapazitätsengpässe bei der Papierherstellung führen zu Verknappung und Preissprüngen auch bei den grafischen Papieren. Die Lage ist angespannt, noch funktioniert die Versorgung des Zeitschriftenmarktes. Die Papierbranche muss sich jetzt als Partner erweisen, der die Preisschraube nicht überdreht – das wäre fatal!“, so VDZ-Hauptgeschäftsführer Stephan Scherzer im Handelsblattinterview.

Wir werden Sie an dieser Stelle „auf dem Laufenden“ halten.

VZVNRW, 30.09.2021

Tag des Mittelstandes

Am 14. Oktober 2021 findet – von unserem Mitgliedsverlag ´markt intern´ organisiert, der Tag des Mittelstandes von 13:00 – ca. 18:00 Uhr erstmals in digitaler Form statt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Der alle zwei Jahre angebotene Kongress 'Tag des Mittelstandes' steht unter dem Motto ‘Gemeinsam – erfolgreich – vor Ort’ und steht für die gemeinsamen Ziele, für die sich ‚markt intern‘ als Interessenvertretung für den deutschen Mittelstand stark gemacht hat. Schwerpunktthemen sind u.a. Barrieren überwinden, d.h. Gemeinsamkeiten identifizieren und ausbauen,  Nutzen durch Netzwerken, sind Digital-/ Social-Media-Plattformen Umsatzbringer?

Weitere Informationen zum Programm, sowie zur Anmeldung finden Sie hier.

Wir wünschen gutes Gelingen und möchten gleichzeitig nicht versäumen, unserem Mitglied ‚markt intern‘ zum 50-jährigen Jubiläum am 14. Oktober 2021 zu gratulieren! Herzlichen Glückwunsch!

 

VZVNRW, 29.09.2021

Bundesregierung beschließt Aussetzung der Insolvenzantragspflicht für vom Hochwasser betroffene Betriebe

Bundesregierung beschließt Aussetzung der Insolvenzantragspflicht für vom Hochwasser betroffene Betriebe 

Am 4. August 2021 hat die Bundesregierung hat in ihrer Kabinettssitzung einen Gesetzentwurf zur vorübergehenden, befristeten Aussetzung der Insolvenzantragspflicht für Betriebe beschlossen, deren Zahlungsunfähigkeit auf das Hochwasser im Juli 2021 zurückzuführen ist. 

Durch diese Maßnahme sollen Betriebe unterstützt werden, die durch den Starkregen und das Hochwasser im Juli 2021 zahlungsunfähig oder überschuldet sind. Im Sinne des geltenden Insolvenzrechts wären diese Betriebe verpflichtet einen Insolvenzantrag zu stellen. Diese Insolvenzantragspflicht wird nun ausgesetzt.

Die BDA hat ihren zur Hochwasserkatastrophe herausgegebenen Leitfaden hierzu aktualisiert, diesen finden Sie hier.

VZVNRW, 11.08.2021

 

 

Gesetzlicher Mindestlohn zum 1. Juli 2021 auf 9,60 EUR gestiegen

Gesetzlicher Mindestlohn zum 1. Juli 2021 auf 9,60 EUR gestiegen

Der gesetzliche Mindestlohn ist zum 1. Juli 2021 auf 9,60 Euro brutto je Stunde gestiegen. In den kommenden Jahren wird er schrittweise weiter erhöht. Bis zum 1. Juli 2022 wird er in mehreren Schritten auf 10,45 Euro steigen.

Der gesetzliche Mindestlohn gilt für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über 18 Jahre und ist unabhängig von Arbeitszeit oder Umfang der Beschäftigung. Er ist ein Bruttostundenlohn. Mindestlohnverstöße können mit einer Geldbuße bis zu 500.000 Euro sanktioniert werden. Verstöße gegen Verpflichtungen wie zum Beispiel die Dokumentation der Arbeitszeit können mit bis zu 30.000 Euro geahndet werden.

Ausführliche Informationen zum Mindestlohn, sowie den Mindestlohn-Rechner des Bundesarbeitsministeriums finden Sie auf der Seite der Bundesregierung

VZVNRW, 07.07.2021

 

 

Mitglieder des VZVNRW weiterhin aktiv in der Deutschen Fachpresse vertreten

Mitglieder des VZVNRW weiterhin aktiv in der Deutschen Fachpresse vertreten

Wir gratulieren unseren Mitgliedern DVS Media, Fachmedien Otto Schmidt KG, Krammer Verlag, NWB Verlag sowie Sternefeld Medien zur Wahl als Vorstand und Sprecher der Deutschen Fachpresse.

Herr Holger Knapp, Geschäftsführer der Sternefeld Medien (Düsseldorf), wurde zum neuen Sprecher der Deutschen Fachpresse gewählt. Herr Knapp folgt damit auf Dr. Klaus Krammer vom Krammer Verlag (Düsseldorf), der als Sprecher nicht wieder kandidierte, dem Vorstand jedoch als stellvertretender Vorsitzender erhalten bleibt. Dr. Ludger Kleyboldt, Geschäftsführer des NWB Verlags (Herne) wurde zum Schatzmeister ernannt.

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Der Vorstandsvorsitzende des VZVNRW, Christoph Bertling, Geschäftsführer Fachmedien Otto Schmidt (Düsseldorf) und Dirk Sieben, Geschäftsführer, DVS Media (Düsseldorf) wurden als zwei von vier stellvertretenden Sprecher:innen der IG Fachmedien gewählt.

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Wir gratulieren unseren Mitgliedern zu Ihrer Wahl und wünschen Ihnen viel Erfolg bei den kommenden Aufgaben.

VZVNRW, 01.07.2021

 

 

Mitgliederversammlung wählt neuen Vorstand

Mitgliederversammlung wählt neuen Vorstand

Die Mitglieder des VZVNRW haben in unserer Mitgliederversammlung am 24.06.2021 einen neuen Vorstand gewählt. Der bisherige Vorsitzende, Herr Andreas Bergmoser schied aus dem Vorstand aus, ebenso Herr Hermann Bimberg. Wir danken beiden herzlich für die gute Arbeit im Vorstand. Aktuelle Mitglieder des Vorstandes sind:

  • Herr Christoph Bertling, Fachmedien Otto Schmidt KG (Vorsitzender)
  • Frau Annika Egloff-Schoenen, Fachverlag Dr. H. Arnold GmbH
  • Herr Helmut Graf
  • Herr Mark Liedtke, NWB-Verlag
  • Herr Ludger Schulze-Pals, Landwirtschaftsverlag GmbH
  • Herr Dirk Sieben, DVS Media GmbH
  • Herr Michael Voss, Strobel Verlag GmbH & Co. KG

Wir gratulieren allen Vorstandsmitgliedern herzlich zur Wahl.

VZVNRW, 28.06.2021

   

Förderprogramm für Verlage NEUSTART KULTUR nochmals ausgeweitet

Förderprogramm für Verlage NEUSTART KULTUR nochmals ausgeweitet

Am 28.01.2021 hatten wir Sie darüber informiert, dass die Bundesregierung für das Förderprogramm "NEUSTART KULTUR" 20 Mio. EUR zur Verfügung gestellt, um Verlage und Buchhandlungen in der Krise zu unterstützen.
Nun wurde das Zukunftsprogramm NEUSTART KULTUR für Verlage und Buchhandlungen nochmals verlängert. Bewerbungen können nun bis zum 30. Juni 2021 eingereicht werden.
Ganz neu ist nun für Verlage die Möglichkeit einen zweiten Titel zur Förderung zu beantragen. Maximal 4 Publikationen sind förderfähig, wenn es sich bei dem Verlag um ein mit einem anderen Unternehmen "vebundenes Unternehmen" handelt.
 
Weitere Informationen finden Sie hier.

VZVNRW, 10.06.2021

 

 

 

 

Neufassung des Urheberrechts zukunftsweisend für den digitalen Journalismus

Neufassung des Urheberrechts zukunftsweisend für den digitalen Journalismus

Erfreulicherweise hat der Bundestag gestern mit der Neufassung des Urheberrechts ein Schutzrecht für journalistische Inhalte verabschiedet.

Das neue Leistungsschutzrecht und die schon seit Jahresbeginn geltenden Regeln zur Beschränkung des Marktmissbrauchs großer Internetkonzerne wirken einer Ausbeutung journalistischer Inhalte entgegen. Die seit Januar in Deutschland greifende Regulierung gibt dem  Kartellamt die Möglichkeit, marktdominanten und übermächtigen Digitalplattformen zu untersagen, die Darstellung von Inhalten von einer Rechteübertragung zu unangemessenen Bedingungen abhängig zu machen. Das Leistungsschutzrecht wird für Presseverlage ein wichtiges Element eines fairen Rechtsrahmens für die digitale Welt sein.

VZVNRW, 20.5.2021